Mittwoch 20. November 2019

Die Zukunft skizzieren

Lukas Maul Im Futurelab der Linzer Ars Electronica ist die Zukunft Maria Pfeifers tägliches Brot. Die Alumna arbeitet daran, sperrige Themen wie Digitalisierung, künstliche Intelligenz oder Klimawandel greifbar zu machen.

„Bei uns im Futurelab trifft ein spannendes Trio aufeinander: die Kunst, die Technologie und die Gesellschaft. Es geht darum, wie die Gesellschaft mit den Technologien umgeht, die ja meistens sehr viele Wünsche und Hoffnungen in sich tragen, aber auch Sorgen und Ängste bergen. Die Kunst ist dabei so etwas wie der Spiegel der Gesellschaft, sie hat ein feingradiges Sensorium, was solche Entwicklungen betrifft. Gerade die Medienkunst und die Performance sind als partizipative Kunstrichtungen gute Methoden, die Bevölkerung in diesen Technologiediskurs einzubeziehen.

2030 ist für mich überhaupt nicht weit weg. Wenn wir im Futurelab Zukunftsszenarien entwerfen, wollen und können wir aber niemandem vorhersagen, wie die Zukunft wird. Indem man sich jedoch verschiedene Zukünfte ausmalt und die auch anschaulich darstellt, kann man heute darüber diskutieren, wo wir jetzt gerade stehen und wo wir ansetzen müssen. Die Frage ist: Wo wollen wir hin und wie wollen wir eigentlich in der Zukunft leben? Das Ars Electronica Futurelab versteht sich als ein interdisziplinäres Atelier und Labor für Kunst, Forschung und Entwicklung. Das heißt, wir entwickeln auch selbst Zukunftsprototypen und Technologien, die wir zur Diskussion stellen. Um Zukunft erfahrbar zu machen, gibt es auch verschiedene künstlerische Ansätze, spekulatives Design etwa. Dabei entwickelt man sozusagen ein ,Fake‘-Produkt und schaut, wie die Leute darauf reagieren. Für ein Projekt haben KünstlerInnen beispielsweise einen Nasenspray entwickelt, der angeblich Nanoroboter enthält, die den Appetit auf ungesunde Lebensmittel zügeln – eine Idee für eine mögliche, zukünftige Applikation in der Medizin. Oder eine begehbare Landschaft, die in einer eher dystopischen Zukunftsvision die Auswirkungen des Klimawandels zeigte.


Ein Gadget, über das ich mich 2030 sehr freuen würden, wäre ein Universal-Translator oder ,Babel Fish‘, wie er in dem Roman ,Per Anhalter durch die Galaxis‘ von Douglas Adams vorkommt – eine gut funktionierende Simultanübersetzung, die mir hilft, mich jederzeit mit Menschen in anderen Sprachen zu unterhalten.“


Hier geht´s zum Futurelab im Ars Electronica Center: ars.electronica.art/futurelab

                                              

Hauptsponsor                           Partner Medienpartner
                                
         

 

 

Weiterführende Angebote für Alumni/ae:    » Uniport Karriereservice    » Postgraduate Center

Erfahrungen sind wertvoll – besonders, wenn sie geteilt werden.
alma Mentoring an der Universität Wien:
mentoring.univie.ac.at

 

 

PayPal

Sie finden unsere Projekte gut und wollen unsere Arbeit unterstützen?

 

 

 

 

https://www.alumni.ac.at/