Montag 17. Juni 2019
© Alexandra Straub-Kaserer
Alumni-Karrieren

Diagnose: Fernweh

 

 

ARBEITEN IM AUSLAND. Ein Büro mit Meerblick, bessere Jobchancen, ein Plus für den Lebenslauf: Gerade nach dem Studium überlegen viele, kürzer oder länger ins Ausland zu gehen.

 

Interviews: Christoph Zotter |  Artikel als PDF

 

Michaela Greenan (44) studierte an der Universität Wien Theologie, Psychologie und Philosophie auf Lehramt. Seit 1997 arbeitet sie im Ausland, heute bei Ernst & Young in Houston, Texas.

 

Michaela Greenan: Mit dem Konzern im Rücken


„Die erste Reise ging während meines Studiums für ein Jahr nach Amerika, damals war ich noch Au-Pair. Der Wunsch ins Ausland zu gehen, kam sehr früh in meiner Karriere auf. Bei meinen ersten Beraterjobs gab es die Möglichkeit nicht, also heuerte ich bei ­Capgemini an. Dort landete ich in internationalen Projekten und bin ein Jahr freiwillig in die Niederlande gegangen. Man muss sich nur melden und seinem Boss klar machen, dass man das auch will. Viele haben Familie und lehnen solche Gelegenheiten von vornherein ab. Ich wurde in Spanien eingesetzt, später in den USA. Der Plan war, maximal drei Jahre zu bleiben, ich habe dann zu Ernst & Young gewechselt und bin noch immer hier. Über das Netzwerk eines Konzerns ins Ausland zu gehen, ist definitiv leichter. Die schicken ihre Top-Leute auf der ganzen Welt herum. Außerdem haben sie dort auch das nötige Know-how wegen Anmeldungen, Wohnungen und Versicherungen. Persönlich habe ich mich schon sehr an das amerikanische System gewöhnt und glaube, dass man sich privat um seine Zukunft sorgen muss, das funktioniert dann international. Es gibt aber auch einige Abkommen zwischen Österreich und den USA, nur mit Arbeitsvisa ist es in letzter Zeit schwieriger geworden. Grundsätzlich sollte man schon früh im Leben anfangen, Kontakte zu allen möglichen Menschen im In- und Ausland zu pflegen. So kommt man mitunter an Zweitwohnungen, die man mitbenutzen kann. Über Freund­Innen lernt man die Geschäftswelt kennen und kann einschätzen, welche Gehälter gezahlt werden. Man sollte sich auch immer wieder mit HeadhunterInnen treffen. Generell glaube ich, dass es nie zu spät ist, um ins Ausland zu gehen. Ich merke aber auch sehr stark, dass in letzter Zeit viele junge KollegInnen gleich nach einem Auslandssemester oder Auslandsstudium einen Job annehmen. “

 

 

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1: Tipps für Menschen mit Fernweh

Seite 2: Spontan nach Honkong

Seite 3: Ein Surfer in Spanien

Seite 4: Mit dem Konzern im Rücken

 

                                              

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