Freitag 19. April 2019
© Alexandra Straub-Kaserer
Alumni-Karrieren

Diagnose: Fernweh

 

ARBEITEN IM AUSLAND. Ein Büro mit Meerblick, bessere Jobchancen, ein Plus für den Lebenslauf: Gerade nach dem Studium überlegen viele, kürzer oder länger ins Ausland zu gehen.

 

Interviews: Christoph Zotter |  Artikel als PDF

 

© privat

Alexandra Gaspar (42) hat an der Uni Wien Kunstgeschichte studiert und arbeitet seit 1998 im Ausland, derzeit bei „Strategie Design“ in Peking.

 

Alexandra Gaspar: Spontan nach Honkong


„Dass ich in Asien gelandet bin, war Zufall. Ich denke, mSein Englischlehrer in der Mittelschule, der halb Chinese und halb Amerikaner war, hat mich stark geprägt. Nach dem Studium habe ich beim Österreichischen Institut für Formgebung zu arbeiten begonnen. Über eine Ausstellung bin ich nach Hongkong gekommen. Dort hat sich die Welt einfach schneller bewegt, und ich bin zurück, mit einem Touristenvisum, um mein Glück zu versuchen. Ich habe nur ein paar Leute gekannt und mich bei allerlei Firmen und Institutionen beworben. Und dann bot mir jemand am letzten Tag vor meiner Abreise einen Job im Corporate Branding an. Man soll immer offen sein und Chancen nutzen. In Asien bekommt man die schneller als in Österreich, dafür ist es wirklich ein hartes Training. Ich verbrachte vier großartige Jahre in Hongkong, bin dann kurz zurück nach Wien, aber damals wusste niemand etwas mit meiner Erfahrung anzufangen. Nächste Station war Bangkok, wo ich wieder innerhalb von drei Wochen einen Job im Designbereich fand und schließlich zwei Jahre arbeitete und lebte. Ab 2003 war ich in Belgien, jetzt baue ich das Peking-Büro für eine belgische Design-Firma auf. Den Wechsel ins Ausland muss man nicht Jahre vorher planen, man sollte das Land vorher besuchen, danach reichen drei, vier Monate intensiver Vorbereitung. Einmal vor Ort, finde ich es hilfreich, die Sprachen zu lernen und aus den Expatriate-Kreisen auszubrechen. Gerade Erasmus-StudentInnen verbringen oft ein halbes Jahr in einem Land, und treffen am Ende nur andere AusländerInnen. Man braucht mindestens ein Jahr, um sich einzuleben und mit Einheimischen Kontakte zu knüpfen. Als ich jünger war, bin ich ohne großartigen Versicherungsschutz unterwegs gewesen. Aus heutiger Sicht empfehle ich das allerdings nicht und rate, zumindest eine internationale Krankenversicherung abzuschließen, speziell wenn man sich in China oder Südostasien aufhalten will, wo die Standards in öffentlichen Spitälern nicht auf europäischem Niveau sind und die privaten ein Vermögen kosten.“

 

 

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Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1: Tipps für Menschen mit Fernweh

Seite 2: Spontan nach Honkong

Seite 3: Ein Surfer in Spanien

Seite 4: Mit dem Konzern im Rücken

 

                                              

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