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ALUMNI-VERSUM

Elchtest für Übersetzungen



HIERONYMUS DAY. Absolventinnen der Translationswissenschaft sprachen mit Hannelore Veit über Berufsbilder.



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Von links: Haussteiner, Prokesch-Predanovic, Veit, Fleischanderl und Holzmair-Ronge.


Eva Holzmair-Ronge erinnert sich an die Schmetterlinge im Bauch bei ihren ersten Dolmetschaufträgen in freier Wildbahn: „Hoppla, jetzt gibt es keinen Lehrer, der mich ausbessert und danach sagt, war eh ok.“ Heute ist sie Präsidentin des Berufsverbandes UNIVERSITAS. Beim „Hieronymus Day“ – Hieronymus ist der Schutzpatron der ÜbersetzerInnen – am 4. Oktober erzählten vier Absolventinnen über ihre Berufswege. Die Fragen stellte ORF-Moderatorin Hannelore Veit, selbst Absolventin. Organisiert wurde das Podiumsgespräch von Alumni.Translationswissenschaft, einer der Fachinitiativen des Alumniverbandes.

Der Berufsalltag hat sich seit ihrer Studienzeit stark geändert, sind sich die ­Podiumsteilnehmerinnen einig: Internet und Datenbanken haben die Recherche vereinfacht, oft werden Texte maschinell vorübersetzt. „Ich kann mich erinnern, dass wir im Studium stundenlang in der Bibliothek recherchiert haben“, erzählt Martina Prokesch-Predanovic, Übersetzerin im Wiener Büro der EU-Kommission. Dass maschinelle Übersetzung Menschen ersetzen wird, glaubt die Literaturübersetzerin Karin Fleischanderl nicht, die Ergebnisse seien oft grauenhaft: „Mein Lieblingsbeispiel ist ,tägliche Belebung‘ in einer maschinell übersetzten Hotelwerbung.“ Es gebe einen Elchtest: „Schlecht ist eine Übersetzung, wenn die Strukturen der Ausgangssprache durchschimmern und Wörter nur mit deutschen Endungen versehen werden.“ Den heutigen Studierenden raten die Absolventinnen, sich früh zu spezialisieren, zumindest eine exotischere Sprache zu wählen und sich nicht von ihrem Berufswunsch abbringen zu lassen. Eines hat sich bis heute nicht verändert, zeigt der Blick ins Publikum: Übersetzen und Dolmetschen ist eine Frauendomäne.


www.alumni.ac.at/ztw









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