ElektroMobile, Himmelsbögen, KinderTraum
- von der Idee zum Unternehmen
Mag.ª Stefanie Mahler
Wenn künftig Elektrofahrräder mit mehreren Passagieren durch Wiens Straßen rollen, oder wenn Eltern von Kindern mit Behinderung bald erleichtert aufatmen, weil sie ihre Zöglinge in einem Kindergarten mit integriertem Therapiezentrum gut aufgehoben wissen oder wenn zukünftig elegante Stoffbögen Bühnen schmücken - dann ist das kein Zufall, sondern Ergebnis des letzten UNIUN-Durchganges 2008.
Eine Idee ist eine Idee - aber noch lange kein Geschäft. Das kann es aber werden. Denn bei UNIUN (UNIversitätsabsolventInnen gründen UNternehmen) lernen AkademikerInnen, ihre Geschäftsideen auf eine solide Basis zu stellen. Dazu gehören nach einer Begutachtung der Umsetzbarkeit der Idee sowohl finanzielle Aspekte, buchhalterische Grundlagen und Organisationsformen als auch MitarbeiterInnenführung, Marketing und Kommunikationsmodelle, Sustainability & CSR und langfristiges Kalkulieren.
„Für mich war das alles Neuland", erzählt Silvia Hodi-Szabó. Die gelernte Damenkleidermacherin entwirft luftige, gebogene Raumteiler für Innen und Außen (www.arcdesign.at). „Aber ich hatte den Wunsch, eine fundierte Grundlage in allen Bereichen zu haben. Ich wollte die geschäftlichen Abläufe von Buchhaltung bis Werbung verstehen", erzählt die Gestalterin, die bisher alles „aus dem Bauch heraus" entschieden hatte. Das UNIUN-Programm hat ihr bei der realistischen Einschätzung und Umsetzung ihrer Unternehmensidee sehr geholfen. „Vor allem die Gruppe war toll", berichtet sie begeistert von den anregenden Diskussionen mit anderen UnternehmensgründerInnen, „jeder hat auch die Idee des anderen im Kopf, man unterstützt einander gegenseitig."
Martin Köck haben es besonders die Einzelgespräche mit verschiedenen UNIUN-Coaches angetan. Der Informatiker liebäugelte schon geraume Zeit mit der Idee, ein Fahrrad zu entwickeln, das sowohl Lasten als auch mehrere Menschen in der Stadt transportieren könne - mithilfe spezieller Ladeflächen und eines kleinen Elektromotors (www.brainwork.at). „Bei UNIUN beleuchteten die Coaches das Projekt aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln", erzählt der angehende Unternehmer, „da habe ich sehr viel dazu gelernt." Inzwischen sind die ersten Prototypen gebaut und erprobt und im Herbst soll der Startschuss für das neue Unternehmen fallen. „Das ist ein super Gefühl, ein Abenteuer, dass die Idee tatsächlich ein Unternehmen wird", zeigt sich Köck enthusiastisch.
Noch in der Planungsphase befindet sich Dora Hameter mit ihrem Projekt. Sie hat Großes vor: Ihr schwebt die Umsetzung von Integrations-Kinderzentren vor, in denen Kinder unterschiedlicher Entwicklungsstufen sowie Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten nicht nur in kleinen altersgemischten Gruppen betreut werden, sondern in denen auch notwendige Therapien angeboten werden.
„Das erspart den Eltern viele Wege und den Kindern viel Stress", beschreibt die erfahrene Kindergärtnerin und Historikerin ihren Traum, der dank UNIUN immer konkretere Formen annimmt. „Hier habe ich große Motivation bekommen", fasst sie ihre Seminarerfahrung zusammen. Die betriebswirtschaftlichen Aspekte waren für sie völlig neu und „hartes Brot". „Aber die Gruppe und die Coaches tun gut, hier findet echte Vernetzung statt."
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UNIUN ist eine Initiative des Alumniverbandes der Universität Wien und arbeitet eng mit INiTS, dem universitären Gründerservice, zusammen. UNIUN bietet ein dreistufiges Qualifizierungsprogramm & Businessplanentwicklung für UniversitätsabsolventInnen an, die ein Unternehmen gründen wollen. |
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UNIUN wird aus Geldern des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit gefördert sowie weiters mit Mitteln der Universität Wien und der Technischen Universität Wien durchgeführt. |
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Weitere Informationen unter www.uniun.at |