Forschungsservice und Internationale Beziehungen im Web:
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Worum kümmert sich Ihre Dienstleistungseinheit?
Unsere zentrale Aufgabe ist es, zur Verbesserung der internationalen Positionierung der Universität beizutragen. Im Grunde ist unsere Mission: durch Optimierung der Rahmenbedingungen ein
forschungsfreundliches Umfeld für exzellente und innovative Forschung und attraktive und internationale Lehre effizient mitzugestalten.
Was bieten Sie den Angehörigen der Universität an?
Wir sind verantwortlich für die Wirkungsbereiche Internationale Beziehungen, Forschungsservice (inkl. Entwicklung und Betreuung von bestimmten Forschungsförderungsmaßnahmen), Forschende, Lehrende und Studierende, Mobilität und Wissens- und Technologietransfer. Diese vier Bereiche betreuen wir auf verschiedene Wirkungsebenen: von der Administration, Verwaltung inkl. Forschungsmanagement, Programmentwicklung über Wissensmanagement bis hin zu strategischem Support.
Wir unterstützen die Leitung der Universität Wien als die Kontaktstelle in allen internationalen Angelegenheiten. Die Mobilität von WissenschafterInnen, Lehrenden und Studierenden und die Zusammenarbeit mit Partnerinstitutionen trägt wesentlich zur Internationalisierung der Institution bei. Wir unterstützen und beraten bezüglich Forschungs- und Studienmöglichkeiten im Ausland und sind für einer Reihe von Mobilitätsprogrammen verantwortlich.
Im Bereich Forschungsservice bieten wir Unterstützung und Begleitung für WissenschafterInnen sowie NachwuchswissenschafterInnen bei der Einwerbung von Forschungsdrittmitteln für Projekte an der Universität Wien an. Wir implementieren der Zeit auch die Verfahren für spezielle interne Förderprogramme (u.a. Initiativkollegs) bzw. leiten den Relaunch der internen Forschungsdokumentation.
Erfolgreiche Innovationsprojekte tragen zur Überwindung von Innovationsdefiziten bei und stellen einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung. Als Transferstelle der Universität Wien unterstützen wir unsere WissenschafterInnen bei allen Fragen, die in Zusammenhang mit Kooperationen mit der Industrie, mit Erfindungen, Patentanmeldungen und Lizenzierungen auftreten. Wir informieren WissenschafterInnen sowie Studierende, wie Erfindungen geschützt und in die Richtung einer kommerziellen Verwertung gebracht werden können.
Welche aktuellen Projekte und Erfolge gibt es?
Ich freue mich sehr, dass die internationale START-/Wittgenstein-Jury zwei Forscher der Universität Wien, nämlich den Mikrobiologen Matthias Horn und Michael Moser vom Institut für Slawistik, als START-Preisträger ausgewählt hat. Diese Auszeichnungen oder auch die fünf Herta-Firnberg Stipendien zeigen, dass JungforscherInnen, die für die Zuerkennung dieser Förderungen die internationale Anerkennung ihrer peers erhalten haben, bereits zu den Besten in ihrem Fach gehören und wertvolle Forschung für die Universität Wien leisten.
Die Leistungen der Wissenschaft wollen wir auch nach außen tragen: Große Resonanz erlebte Ende September das Wissenschaftsfestival spiel.raum.physik im “World Year of Physics 2005”.
Großen Erfolg im Wettbewerb internationaler innovativer Forschungskooperationen bedeutet die Realisierung des Projekts "Evolution, Development and Intentional Control of Imitation", koordiniert von Ludwig Huber vom Department für Neurobiologie und Verhaltenswissenschaften.
Im Bereich Internationale Ausbildungskooperationen ist das TEMPUS Projekt "Computational Science with Chemistry Applications for University Training in Uzbekistan" mit Franz L. Dickert vom Institut für Analytische Chemie und Lebensmittelchemie zu nennen. Das Ausbildungskooperationsprojekt hatden Aufbau eines Masterstudienlehrgangs für Computeranwendungen in der Chemie und der Chemischen Technologie zum Ziel.
Erwähnung verdient auch das Marie Curie Excellence Grant an die Fakultät für Mathematik: EUCETIFA (European Centre for Time-Frequency Analysis). Das Programm zielt darauf hin internationale ausgewiesene WissenschaftlerInnen zurück nach Europa zu holen. Das EUCITIFA wird innovative Mathematik für u.a. die Bereiche Kommunikationstheorie, Signal- und Bildverarbeitung und Astronomie entwickeln und anwenden.
Welche Bedeutung haben (internationale) Partnerinstitutionen?
Die Universität Wien hat eine anerkannte Position im internationalen Kontext, und ist daher traditionell auch sehr stark mit verschiedenen Arten von internationalen Partnerinstitutionen vernetzt. Aufgrund der nationalen Hochschulreformen in den Mitgliedstaaten der EU, der Bedeutung des Bologna-Prozesses für die Harmonisierung der Studiengestaltung und der Studienabschlüsse, und die Anstrengungen die Attraktivität der europäischen Hochschulen auf internationaler Ebene zu steigern, gewinnen diese Partnerschaften noch weiter an Bedeutung. Die EUA (European University Association) Präsidentschaft von Prof. Georg Winckler gibt natürlich der Universität Wien eine einmalige Chance an der Gestaltung des Europäischen Hochschulraums mitzuwirken.
Wie relevant sind heute Mobilität und Wissenstransfer in der Forschung?
ForscherInnen waren (soweit sie die Freiheit dazu hatten) immer mobil. Sie sind Suchende und es liegt an die Natur ihre Tätigkeit, dass sie sich dort hingezogen fühlen wo ihnen dieses am besten möglich ist. Was aber gegenwärtig unter „Mobilität“ gemeint ist, ist noch etwas anderes: Lernen und Forschern im internationalen Umfeld ist für junge Menschen als Teil ihre Ausbildung und Erfahrungssammeln unumgänglich geworden. In Österreich bieten bereits viele Gymnasien ihre SchülerInnen Auslandsaufenthalte: Eine moderne Ausbildung beinhaltet eben Bildung zum Weltbürger.
Wissenstransfer war immer intrinsisch relevant in der Forschung und im großen Ausmaß ist technologische Entwicklung das Resultat der Weitergabe, Anwendung und Nutzung von Forschungsergebnisse, Erkenntnisse und Endeckungen. Die Forschung wiederum profitiert oft von der Umsetzung und Weiterentwicklung viele Technologien.
Der Bereich "Wissenstransfer" hat im Zusammenhang mit dem Bewusstsein über den Wert des Wissens in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Ein Rockidol lässt seinen 3-Min. Playback-Fernsehauftritt durch einen Manager verhandeln - in den Universitäten dagegen muss noch sehr viel Sensibilisierungsarbeit geleistet werden, um die einfachen Grundsätze des Schutzes geistigen Eigentums allen gegenwärtig zu machen.
Ihre Botschaft an die Alumni der Uni Wien?
Aufgeschlossen und neugierig bleiben - und nie aufhören zu lernen!
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