
Die Serie über Post Graduate Programme an der Universität Wien
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Universitätslehrgang Interdisziplinäre Balkanstudien
Maga. Agnes Schwarz/Maga. Elke Gornik

Das postgraduale Masterprogramm "Interdisziplinäre Balkanstudien" der Universität Wien in Kooperation mit dem Institut für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM) zeigt politisch-historische Zusammenhänge und sozialökonomische Potenziale der Region auf und vermittelt seinen TeilnehmerInnen das notwendige Fingerspitzengefühl für den Balkan.
Die Kirche Sveti Jovan Bigoslov Kaneo am Ohridsee, © TIB
Nicht zuletzt wegen der schrittweisen EU-Erweiterung in Richtung Südosten investieren immer mehr Unternehmen und Institutionen in die östlichen Nachbarländer. Sie gründen Niederlassungen und besetzen diese mit den besten Köpfen, die bald vor einer großen Herausforderung stehen: Wie treten sie in einen authentischen Dialog mit einer Gesellschaft, deren Mentalität und oftmals auch Sprache sie nicht verstehen? Maga. Gertraud Illmeier, wissenschaftliche Mitarbeiterin am IDM und für die Organisation des Universitätslehrgangs "Interdisziplinäre Balkanstudien" zuständig, weiß über die
Herausforderungen bei Integrationsprozessen Bescheid: "Viele Balkannationen fühlen sich als Stiefkinder Europas, es hilft sehr, wenn man ihnen zeigt, dass man ihre Kultur respektiert". Seit 1953 widmet sich das "Institut für den Donauraum und Mitteleuropa" (IDM) internationalen Beziehungen zu südosteuropäischen Nationen. "Die wirtschaftlichen Erfolge Österreichs in dieser Region verlangen auch Wissen über kulturelle und politische Zusammenhänge. Angesichts der Dynamik der vergangenen Jahre bedarf es ständig einer Anpassung", ergänzt IDM-Vorstandsvorsitzender und Ex-Vizekanzler Dr. Erhard Busek.
Roma-Kinder in Mitrovica-Kosovo, © Gejsi Plaku, IDM
Transformationsprozesse interdisziplinär begreifen
Um professionell an die Region heranzutreten, ist es demnach unerlässlich, sie auch wirklich interdisziplinär zu verstehen. Der vom IDM als Lehrgang universitären Charakters gegründete und in weiterer Folge zum Universitätslehrgang ausgebaute Master "Interdisziplinäre Balkanstudien" gibt seinen TeilnehmerInnen die Chance, innerhalb von vier Semestern die geschichtlichen, politischen,
rechtlichen und kulturellen Transformationsprozesse der Region so weit zu behandeln, dass sie ihren Berufsweg als ExpertInnen auf diesem Gebiet fortsetzen können. Nach dem Abschluss spezialisieren sich die AbsolventInnen oft auf European Emerging Markets, viele finden auch den Weg in internationale Organisationen, in den Journalismus oder in den öffentlichen Dienst. "Mit dem Universitätslehrgang kommen wir dem aktuellen Bedarf breit gestreuter Berufsgruppen entgegen", erklärt Lehrgangsleiter O. Univ.-Prof. Dr. Heinz Miklas.
Skopje, © Susan Milford, IDM
Berufsbegleitend zu SOE-ExpertInnen
Ab Herbst 2009 wird der zweite Durchlauf der "Interdisziplinären Balkanstudien" stattfinden. 2007 wurde das Programm als Antwort auf die hohe Nachfrage nach einer postgradualen Balkanausbildung mit Masterabschluss eingerichtet. Damit ist der Universitätslehrgang das einzige postgraduale multidisziplinäre Programm zum "Master of Arts (Balkan Studies)" im deutschsprachigen Raum. Da die meisten TeilnehmerInnen im Beruf stehen, finden die Lehrveranstaltungen donnerstags und freitags am Abend statt, zusätzlich gibt es ein Mal im Monat einen Samstagstermin. In fünf Modulen befassen sich die TeilnehmerInnen mit der Geschichte und Kultur Südosteuropas, analysieren verschiedene Formen politischer Systeme, werden aber auch von BerufspraktikerInnen über regionale wirtschaftsrechtliche und umweltbezogene Aspekte aufgeklärt. BewerberInnen sollten ein abgeschlossenes Bakkalaureats-, Magister- oder Diplomstudium oder eine einschlägige Berufserfahrung von fünf Jahren mitbringen. Kenntnisse einer Balkansprache sind zwar nicht Voraussetzung für die Teilnahme, sollten aber am Ende des Universitätslehrgangs nachgewiesen werden.

Stadt Ohrid mit Burg, © Susan Milford, IDM
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Universitätslehrgang "Interdisziplinäre Balkanstudien" |
| Dauer | 4 Semester |
| Umfang | 120 ECTS |
| Sprachen | Deutsch, Englisch |
| Abschluss | MA - Master of Arts (Balkan Studies) |
| Nächster Lehrgang | Bitte informieren Sie sich über aktuelle Termine auf www.idm.at |
| Gebühren | für Mitglieder des Alumniverbands EUR 1.200,- (statt EUR 1.250,-) pro Semester |
| Kontakt |
Mag.a Gertraud Illmeier Lehrgangsbüro Institut für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM) Hahngasse 6/1/24, 1090 Wien |
| g.illmeier@idm.at | |
| Telefon | (01) 319 72 58 -21 oder: 0650 59 34 336 |
Vergleichbare Lehrgänge
Im deutschsprachigen Raum gibt es keine vergleichbaren Angebote bezogen auf Südosteuropa.
| Ort | Abschluss | Dauer | Website |
| Freie Universität Berlin | Master of Arts in East European Studies (MA) | 4 Semester | www.fu-berlin.de |
| Universität Konstanz | Osteuropastudien (MA) | 4 Semester | www.uni-konstanz.de |
| The UCL School of Flavonic and East European Studies (UK) | Central and South-East European Studies (MA) | www.ssees.ac.uk/prospect/ma_centr.htm | |
| South East European University, Mazedonien | 2nd Cycle Program in Balkan Studies (MA) | 4 Semester | www.seeu.edu.mk |
| Adam Mickiewicz University, Polen | International Balkan Studies (MA) | 4 Semester | www.amu.edu.pl/ |
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Post Graduates an der Uni Wien |
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Das Postgraduate Center der Universität Wien bietet mehr als 25 postgraduale Universitäts-lehrgänge, großteils berufsbegleitend, aus den Bereichen Bildung/Kultur, Gesundheit/Soziales, Internationales/Politik, Kommunikation/Medien, Management/Wirtschaft und Recht an. |
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Beratung und Information: Postgraduate Center der Universität Wien, Tel.: (01) 4277-18231, E-Mail: info@postgraduatecenter.at |